Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis) (1936-1938) by Martin Heidegger

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Die Grundstimmung 21 Alles wäre mißdeutet und mißlungen, wollten wir die Grundstimmung mit Hilfe einer Zergliederung und gar »Definition« vorbereiten und ins Freie ihrer stimmenden Macht bringen. Nur weil das mit dem Wort »Stimmung« Belegte längst durch die »Psychologie« hintangehalten wird, nur weil gar noch die Sucht nach dem »Erlebnis« heute erst recht alles in die Verirrung reißen müßte, was von der Stimmung gesagt wird ohne eine Besinnung auf sie, nur deshalb muß »über« die Stimmung hin und wieder ein weisendes Wort gesagt werden.

Der innere Bezug dieser wird nur erfahren im Durchdenken der einzelnen Fugen, in die sich die Gründung der Wahrheit des Seyns und der Wesung der Wahrheit fügen muß. Für die Einheit dieser Stimmungen fehlt das Wort, und doch wäre es nötig, das Wort zu finden, um dem leichten Mißverständnis zu wehren, als sei hier alles auf eine feige Schwäche gestellt. So mag der lärmende »Heroismus« urteilen. 5. Für die Wenigen - Für die Seltenen 15 Das Erschrecken: Am ehesten ist es zu verdeutlichen im Gegenhalt zur Grundstimmimg des ersten Anfangs, zum Erstaunen.

2. daß Machenschaft und Erlebnis das allein Wirksame und somit »Mächtige« zu sein beanspruchen und echter Macht keinen Raum geben. 3. daß wir, gesetzt ein wesentliches Denken glückte, noch gar nicht die Kraft haben, uns seiner Wahrheit zu öffnen, weil dazu ein eigener Rang des Daseins gehört. 4. daß bei der zunehmenden Abstumpfung gegen die Einfachheit wesentlicher Besinnung und beim Mangel an Ausdauer im Fragen jeder Gang und Weg mißachtet wird, wenn er nicht schon im ersten Schritt ein »Ergebnis« bringt, womit etwas zu »machen« und wobei etwas zu »erleben« ist.

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